Basiliscus Film ist eine Berliner Filmproduktionsfirma. Wir entwickeln und produzieren als Full-Service Agentur Industrie- und Imagefilme, Webvideos und Fernsehbeiträge.

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Email: post@basiliscus.net

Basiliscus Film GbR
Frobenstraße 11, 10783 Berlin
Germany

Stephanie

Stephanie Drescher ist zusammen mit Uwe Schwarze Geschäftsführerin der Berliner Filmproduktion Basiliscus Film. Sie ist das kreative Organisationstalent und arbeitet als Regisseurin, Autorin und Produzentin. Daneben schreibt Sie über Kunst, Kultur und Politik in Ihren Blog Federmonologe.

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Filmproduktion über Kunsthandwerk im Böhmer Wald

Schon lange wollen wir einen Film über die böhmische Glaskunst machen. Immer wieder streifen wir das Thema, sind begeistert von der alten Tradition und diesem wunderbaren Handwerk. Als wir ganz zufällig die tschechische Lichtdesignerin Lucie Koldova entdecken und sie auf der diesjährigen Möbelmesse IMM in Köln persönlich kennenlernen, konkretisiert sich dieser Wunsch. Für die Euromaxx-Redaktion der Deutschen Welle fahren wir nach Tschechien. Zuerst in den kleinen Ort Janstejn, 150 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Prag entfernt.

Böhmische Glaskunst

In der Glasmanufaktur der Firma Brokis produzieren sehr talentierte Glasbläser Lucie Koldovas exklusive Lampen. Zu sehen wie die Lampen entstehen, ist absolut faszinierend. In der Halle stehen viele Glasöfen, die bis auf 1400 Grad erhitzt werden. Die Glasbläser und ihre Helfer sind hoch konzentriert. Diese schwere körperliche Arbeit erledigen sie mit einer erstaunlichen Leichtigkeit, die am Ende dem Produkt entspricht, das sie erschaffen. Uns beeindruckt das sehr. Die Fabrik ist mehr als 200 Jahre alt und stand vor einigen Jahren kurz vor der Schließung. Geschäftsführer Jan Rabell erfuhr davon und kaufte die Manufaktur. Sein eigentlicher Plan war es, sie vor der Insolvenz zu retten und für einen guten Preis weiter zu veräußern. Doch dann kam alles anders. Der Betriebswirt verliebte sich in das Material Glas, wie er uns mit einem großen Lächeln erzählt. Er war so fasziniert von den Möglichkeiten, die es bietet, dass er sich entschloss, die Manufaktur zu behalten und sogar mit seiner Familie von Prag in die Nähe von Janstejn zog. Jan Rabell modernisierte die Fabrik, erneuerte die Öfen und engagierte die besten Glasbläser, die er finden konnte. Die Firma Brokis war geboren und mit dem neuen Namen auch eine komplett neue Produktlinie.

Altes Handwerk, neues Design

Jan Rabell setzte auf junge innovative Designer, hochwertige Glasverarbeitung und neue Techniken. So entstand die Kooperation mit Lucie Koldova. Als die beiden sich kennenlernten, lebte die Lichtdesignerin in Paris. Für Brokis kam sie zurück nach Prag, führt dort ihr eigenes Studio und ist außerdem Art Direktorin bei Brokis. Ihre große Leidenschaft gilt der Gestaltung von Lampen. Sie setzt Licht in Szene, spielt mit der Energie, die von ihm ausgeht. Licht ist pure Emotion, verrät sie und außerdem ist sie stolz auf die tschechische Glastradition. „Hier in Tschechien sind wir richtig gut darin dieses alte Handwerk auszuüben. Wir wissen, was wir können. Das möchte ich unterstützen, darum bin ich zurückgekommen”, erzählt uns Lucie Koldova während der Dreharbeiten in Prag. Ihre Entwürfe sind extravagant, denn sie baut nicht einfach einen Glaskörper um eine Lichtquelle, sondern oft verschmilzt beides miteinander. Oder die Quelle durchbricht den Körper. Auch die Größe ihrer Lampen ist ungewöhnlich und der Materialmix. Neben Glas setzt sie Holz, Stein, Leder oder Seilband ein.

Als wir sie in ihrem Studio zum Interview treffen, sehen wir eine Auswahl der fünfzehn unterschiedlichen Lampen, die sie bis jetzt kreiert hat. Wir können uns schwer entscheiden, welche wir am Schönsten finden. Sie sind einfach alle schön! Brokis ist spezialisiert darauf, große Glaskörper zu blasen. Außerdem mischen sie selbst die Farben für das Glas, ein weiteres ihrer Markenzeichen. „Lucie überwindet Grenzen mit ihren Ideen. So schafft sie es uns immer wieder zu überraschen”, sagt Jan Rabell. Und auch wenn die Glasbläser manchmal den Kopf schütteln, weil die ersten Entwürfe zu waghalsig sind, feilt das Team solange an dem Entwurf, bis jedes Detail stimmt. Manchmal dauert das ein Jahr oder länger. Aber nichts ist unmöglich: Das ist das Brokis-Motto. Mit Lucie Koldova findet es seine Vollendung.

In der Glasbläserei von Brokis

Glasbläser in der Glasmanufaktur der Firma Brokis in Janstejn

Kameramann Uwe Schwarze probiert das Glasblasen

Kameramann Uwe Schwarze probiert es auch einmal

Interview von Basiliscus Film mit Jan Rabell

Jan Rabell, Geschäftsführer der Firma Brokis im Interview

Formen der heißen Glaskörper

Ein Glaskörper entsteht

Ein regal voll mit alten Formen

Formen für die Lampen

Lucie Koldova mit Stephanie Drescher und Lenka Kalinova

Lucie Koldova mit Autorin Stephanie Drescher und Lenka Kalinova

Die jährlich stattfindende, internationale Möbelmesse in Köln ist eine Inspirationsquelle in jeder Hinsicht - das durften wir schon des Öfteren erleben. In diesem Jahr drehten wir dort für das Designmagazin H.O.M.E. und nahmen uns natürlich auch die Zeit durch die riesigen Hallen zu schlendern und die neusten Möbelkreationen zu entdecken. Und zu entdecken gab es jede Menge. Wir trafen den Hamburger Designer Christian Werner, der für den Premiumhersteller Interlübke das sehr überzeugendes Regelsystem „lilu” kreierte. Es wurde auf der Messe zum ersten Mal präsentiert. Uns hat es begeistert, weil es so vielfältig ist und sich stetig verändern lässt. Mit „lilu” hat man die Möglichkeit Regalbilder zu schaffen, die je nach Laune veränderbar sind, noch dazu in einem sehr klassischen Design. Übrigens ein Markenzeichen von Christian Werner.

Begeistert haben uns auch die tollen Sitzmöbel von KFF. Zeitlos, superbequem und sehr chic. Oder die ausklappbaren Tische der Firma Rodam. Keine eingeklemmten Finger mehr, sondern edel gestaltete Tische, die sich wie von Geisterhand von selbst öffnen. So ließe sich endlos weitermachen, denn überzeugende Möbel gab es viele auf der Messe. Doch einer unserer absoluten Favoriten - und das nicht erst seit der Messe: die tschechische Lampenmanufaktur Brokis. Die Art Direktorin von Brokis, Lucie Koldová war außerdem auf der diesjährigen imm „Guest of Honor”. Sie gestaltete DAS HAUS, seit sieben Jahren eine Wohninstallation auf der Messe, in der eingeladene Designer ihre Vorstellung von Wohnen präsentieren. Lucie Koldová beschäftigte sich, wie könnte es anders sein, hauptsächlich mit Licht in ihrem Haus 2018. Dabei interessiert die Designerin Licht als Energiequelle, das eine emotionale Atmosphäre schafft. Geht es nach Lucie Koldová, ist wohnen geprägt von Entspannung, Rückzug und Inspiration. Ihre Räume sind nicht überladen, sondern sehr aufgeräumt und klar. Das Licht schafft es, dass sie trotzdem nicht steril wirken. Es gibt jede Menge Platz zum Entspannen, ein wunderschönes Ankleidezimmer, aber spannenderweise keine Küche. Dafür hat die Tschechin eine einfache Erklärung: Sie koche einfach nicht, sondern verbringe die meiste Zeit im Studio. Wir freuen uns sehr, dass wir Lucie Koldová auf der imm cologne kennengelernt haben und für ein gemeinsames Projekt gewinnen konnten. Wir treffen sie in Prag, um ein Porträt über sie für das Lifestylemagazin „Euromaxx” der Deutschen Welle zu drehen.

Filmproduktion TV-Serie: Meisterwerke Revisited

Edward Munch „Der Schrei“

1892 löste eine Ausstellung des Malers Edvard Munch im Berliner Kunstverein einen Skandal aus. Die dort gezeigten Bilder - wie „Der Schrei“ wurden von einigen Mitgliedern des Vereins als eine von Anarchie inspirierte Provokation gesehen. Dem Künstler attestierten sie den Einfluss der sensualistischen Impressionisten Frankreichs. Und französische Einflüsse waren damals im Deutschen Reich absolut tabu. Die Ausstellung wurde geschlossen - der Künstler erlebte so seinen internationalen Durchbruch.

Im Sommer 2004 wurden die Gemälde Der Schrei und Madonna aus dem Munch-Museum in Oslo gestohlen. Am 31. August 2006 stellte die norwegische Polizei die beiden Bilder – aus den Rahmen gerissen – sicher. Im Jahr 2012 wurde eine der vier Variationen des Gemäldes Der Schrei in New York für 119,9 Mio. Dollar versteigert. Es löste damit das Gemälde „Akt mit grünen Blättern“ und „Büste“ des spanischen Malers Pablo Picasso als das teuerste verkaufte Bild der Welt ab. Picassos Gemälde war 2010 für 106,5 Millionen Dollar verkauft worden.

Heute kann man das Meisterwerk im National Museum in Oslo anschauen.

Konzept

10-teilige TV-Serie für die Deutsche Welle | euromaxx

Eine Europareise zu den Ikonen der Kunstgeschichte

Zehn Gemälde, die jeder kennt. Zehn Maler und ihre Biografien. Zehn Meisterwerke der Kunstgeschichte. Hunderttausendfach zitiert, reproduziert und rezipiert. In der Serie „Meisterwerke Revisited” reisen wir zu den bekanntesten Museen Europas, zeigen ihre berühmtesten Werke und wagen einen neuen Blick auf jedes einzelne.

Welche Merkmale erfüllt die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, um eine Ikone zu sein? Oder der Schrei von Edvard Munch? Werber, Designer, Künstler und Kunsthistorikerinnen erzählen uns, warum die alten Meisterwerke immer noch hochaktuell sind und zeigen uns ihre Interpretationen.

In der zehnteiligen TV-Serie „Meisterwerke Revisited“ widmet sich die Berliner Filmproduktion Basiliscus Film im Auftrag der Deutschen Welle zehn Bildern, die Kultstatus erlangten und unser Kamerateam begab sich auf eine hintergründige Reise quer durch Europa zu den berühmtesten Gemälden der Kunstgeschichte.

Filmroduktion für den HighTechMatBau-Kongressfilm

Dreharbeiten für eine Bushaltestelle in Berlin, die erneuert werden soll. Das klingt im ersten Moment nicht sehr spannend. Doch als wir diese Anfrage erhielten und der Kunde uns detaillierte Informationen zu dem Projekt gab, waren wir sofort begeistert. So spannend kann Bauen sein. Denn an unserem Drehtag wurde nicht ein üblicher Straßenbelag vor einer Bushaltestelle ausgebessert, sondern ein ganz neues Bauverfahren eingesetzt. Das Verbundforschungsvorhaben „Hybrides Ertüchtigungssystem für die Straßenerhaltung unter Einsatz neuartiger Werkstoffe” kurz, HESTER, erforscht ein modulares Betonfertigteilsystem. Unser Kamerateam begleitete die Bauarbeiten, wo tonnenschwere, riesige Betonplatten, millimetergenau verlegt wurden. Präzise Ingenieurleistung vom Feinsten, die uns staunen ließ.

Fahrbahnausbesserungen innerhalb eines Tages

Das Besondere an diesem Verfahren ist, dass das Verlegen der Fertigbetonplatten innerhalb eines Tages geschieht. Wochenlange Staus, die solche Baustellen normalerweise verursachen, sind mit dieser Bauweise Geschichte. Damit wir den optimalen Überblick über das Projekt bekamen, haben wir neben der Standardkameraausrüstung auch unsere Drohne Phantom 4 Pro und unsere GoPro Kamera eingesetzt. Dabei sind beeindruckende Bilder entstanden.

Das HESTER-Projekt gehört zu einem großen Forschungsprogramm zum Thema innovative Werkstoffe, dass vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Im Januar 2018 werden sich alle Forschungsprojekte auf einer Konferenz in Berlin präsentieren. Für die HighTechMatBau-Konferenz produzieren wir den Eröffnungsfilm und konnten damit einen neuen Kunden gewinnen. Der Film wird die herausragendsten Forschungsarbeiten im Detail vorstellen.

Meisterwerke der Kunstgeschichte

Wir begegnen den alten Meisterwerken der Kunstgeschichte erneut. Diesmal geht es um Fotografien, die bekannten Gemälden nachempfunden sind und in der Ausstellung „Old Masters” in Berlin erstmalig gezeigt werden. Wir sind sehr neugierig, was uns erwartet.

Die Designerin Nina Athanasiou und die Fotografin Sylwia Makris hatten die Idee für das außergewöhnliche Projekt. Sie stellen in ihren Fotografien alte Werke der Kunstgeschichte mit modernen Helden unserer Zeit nach. Nina designte und nähte die aufwendigen Kleider, Sylwia fotografierte die Models. Gemeinsam brachten sie alles in Szene. Die beiden Frauen spielen in ihrer Arbeit mit gängigen Schönheitsidealen und stellen sie ganz eindeutig infrage. Denn neben Models wie die Schauspielerin Nora Tschirner oder DJ Hell, arbeiten sie mit Menschen, die oft versehrt sind. Wie das junge Mädchen, dass keine Beine mehr hat und als Frida Kahlo posiert oder eine andere Frau, nach einer Brustamputation. „Schönheit ist so individuell”, sagen die Künstlerinnen, „dass sich niemand anmaßen sollte, darüber zu urteilen”.

Dreharbeiten mit dem Model Melanie Gaydos

Während unserer Dreharbeiten treffen wir auch das US-amerikanische Model Melanie Gaydos, die für uns noch einmal in die Rolle des „Mädchens mit dem Perlenohrring” schlüpft, das wohl bekannteste Gemälde des niederländischen Malers Jan Vermeer. Melanie arbeitet viel für und schon seit einigen Jahren mit Nina und Sylwia zusammen. Sie wurde mit einem seltenen Gendefekt geboren, sodass sie keine Haare, deformierte Zähne und Nägel hat. Als Kind wurde sie unzählige Male operiert. Außerdem war ihr Aussehen oft Anlass für Häme und Spott. Am angesehenen Pratt Institut in New York, an dem sie Kunst studierte, bat sie ein Fotograf für sie zu posieren. „Dieser Moment veränderte mein Leben”, erzählt sie uns mit einem großen Strahlen im Gesicht. Sie liebt es vor der Kamera zu stehen - das merkten wir schnell, denn sie hat absolut keine Scheu und ist wahnsinnig charmant. Und sie ist inzwischen oft gefragter als viele andere Models.

 

Old Masters 02

Melanie Gaydos zusammen mit dem Team von Basiliscus Production

Old Masters 01

Die Fotografin Sylwia Makris und die Designerin Nina Athanasiou zusammen mit Uwe Schwarze und Stephanie Drescher (v. r. n. l.)

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