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Mittwoch, 31 January 2018

Film­produk­tion: Lampen­design mit Glas aus dem Böhmer Wald

Schon lange wollen wir einen Film über die böhmische Glaskunst machen. Immer wieder streifen wir das Thema, sind begeistert von der alten Tradition und diesem wunderbaren Handwerk. Als wir ganz zufällig die tschechische Lichtdesignerin Lucie Koldova entdecken und sie auf der diesjährigen Möbelmesse IMM in Köln persönlich kennenlernen, konkretisiert sich dieser Wunsch. Für die Euromaxx-Redaktion der Deutschen Welle fahren wir nach Tschechien. Zuerst in den kleinen Ort Janstejn, 150 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Prag entfernt.

Böhmische Glaskunst der Firma Brokis und der Designerin Lucie Koldová

In der Glasmanufaktur der Firma Brokis produzieren sehr talentierte Glasbläser Lucie Koldovás exklusive Lampen. Zu sehen wie die Lampen entstehen, ist absolut faszinierend. In der Halle stehen viele Glasöfen, die bis auf 1400 Grad erhitzt werden. Die Glasbläser und ihre Helfer sind hoch konzentriert. Diese schwere körperliche Arbeit erledigen sie mit einer erstaunlichen Leichtigkeit, die am Ende dem Produkt entspricht, das sie erschaffen. Uns beeindruckt das sehr. Die Fabrik ist mehr als 200 Jahre alt und stand vor einigen Jahren kurz vor der Schließung. Geschäftsführer Jan Rabell erfuhr davon und kaufte die Manufaktur. Sein eigentlicher Plan war es, sie vor der Insolvenz zu retten und für einen guten Preis weiter zu veräußern. Doch dann kam alles anders. Der Betriebswirt verliebte sich in das Material Glas, wie er uns mit einem großen Lächeln erzählt. Er war so fasziniert von den Möglichkeiten, die es bietet, dass er sich entschloss, die Manufaktur zu behalten und sogar mit seiner Familie von Prag in die Nähe von Janstejn zog. Jan Rabell modernisierte die Fabrik, erneuerte die Öfen und engagierte die besten Glasbläser, die er finden konnte. Die Firma Brokis war geboren und mit dem neuen Namen auch eine komplett neue Produktlinie.

Altes Handwerk, neues Design

Jan Rabell setzte auf junge innovative Designer, hochwertige Glasverarbeitung und neue Techniken. So entstand die Kooperation mit Lucie Koldova. Als die beiden sich kennenlernten, lebte die Lichtdesignerin in Paris. Für Brokis kam sie zurück nach Prag, führt dort ihr eigenes Studio und ist außerdem Art Direktorin bei Brokis. Ihre große Leidenschaft gilt der Gestaltung von Lampen. Sie setzt Licht in Szene, spielt mit der Energie, die von ihm ausgeht. Licht ist pure Emotion, verrät sie und außerdem ist sie stolz auf die tschechische Glastradition. „Hier in Tschechien sind wir richtig gut darin dieses alte Handwerk auszuüben. Wir wissen, was wir können. Das möchte ich unterstützen, darum bin ich zurückgekommen”, erzählt uns Lucie Koldova während der Dreharbeiten in Prag. Ihre Entwürfe sind extravagant, denn sie baut nicht einfach einen Glaskörper um eine Lichtquelle, sondern oft verschmilzt beides miteinander. Oder die Quelle durchbricht den Körper. Auch die Größe ihrer Lampen ist ungewöhnlich und der Materialmix. Neben Glas setzt sie Holz, Stein, Leder oder Seilband ein.

Als unsere Filmproduktion sie in ihrem Studio zum Interview trifft, sehen wir eine Auswahl der fünfzehn unterschiedlichen Lampen, die sie bis jetzt kreiert hat. Wir können uns schwer entscheiden, welche wir am Schönsten finden. Sie sind einfach alle schön! Brokis ist spezialisiert darauf, große Glaskörper zu blasen. Außerdem mischen sie selbst die Farben für das Glas, ein weiteres ihrer Markenzeichen. „Lucie überwindet Grenzen mit ihren Ideen. So schafft sie es uns immer wieder zu überraschen”, sagt Jan Rabell. Und auch wenn die Glasbläser manchmal den Kopf schütteln, weil die ersten Entwürfe zu waghalsig sind, feilt das Team solange an dem Entwurf, bis jedes Detail stimmt. Manchmal dauert das ein Jahr oder länger. Aber nichts ist unmöglich: Das ist das Brokis-Motto. Mit Lucie Koldova findet es seine Vollendung.

In der Glasbläserei von Brokis

Glasbläser in der Glasmanufaktur der Firma Brokis in Janstejn

Filmproduktion - Kameramann Uwe Schwarze probiert das Glasblasen

Kameramann Uwe Schwarze probiert es auch einmal

Filmproduktion - Interview von Basiliscus Film mit Jan Rabell

Jan Rabell, Geschäftsführer der Firma Brokis im Interview

Formen der heißen Glaskörper

Ein Glaskörper entsteht

Ein regal voll mit alten Formen

Formen für die Lampen

Lucie Koldova mit Stephanie Drescher und Lenka Kalinova

Lucie Koldova mit Autorin Stephanie Drescher und Lenka Kalinova

Publiziert in BLOG - NEWS
Mittwoch, 13 August 2014

Fernseh­beitrag: Der Schweizer Glas­künstler Matteo Gonet

Film­produktion in der Schweiz für die Deutsche Welle

Der Schweizer Glasmacher Matteo Gonet fertigt für Designer, Architekten und Künstler auf der ganzen Welt Objekte aus Glas, die zerbrechlich wirken und auf eine bestechende Weise einfach schön sind. Sie hängen zum Beispiel in Chanel Boutiquen, stehen in Galerien oder verzieren Privathäuser. Dabei war es eigentlich eher Zufall, dass sich der 35jährige für dieses alte Handwerk entschieden hat. Er wollte reisen, und da man in der Schweiz keine Ausbildung zum Glasbläser machen kann, musste er ins Ausland gehen. So fing alles an.

Für die Brunnen im Schloss Versailles fertigt Matteo Gonet mit seinem Team rund 1000 Glaskugeln. Jede wiegt zwischen 4 und 8 Kilo. Diese Kugeln werden innen mit Blattgold beschichtet und dann auf rostfreie Metallrohre aufgezogen. Die einzelnen Elemente sind zwischen 1,50 und 1,70 Metern hoch und werden in einer Baumgruppe auf rund 100 qm aufgestellt. Für die Form der Brunnen hat sich der französische Künstler Jean-Michel Othoniel von den Balletttänzen des Sonnenkönigs Ludwig XIV inspirieren lassen, der ein begeisterter Tänzer war. Jean-Michel Othoniel fand alte Skizzen des Königs in denen er seine Tanzschritte aufgezeichnet hatte, um sie besser zu lernen. Diese Aufzeichnungen hat er als Vorlage für seine Entwürfe genommen. Seine Idee war, den König auf dem Wasser tanzen zu lassen. Matteo Gonet und Jean-Michel Othoniel kennen sich seit vielen Jahren und haben bereits sehr viele Projekte gemeinsam umgesetzt.

Sein aktuellster Auftrag: Eine Lampenedition für den französischen Künstler Philippe Parreno. Bereits in den 90iger Jahren hat Parreno an unterschiedlichen Lampen gearbeitet, jetzt möchte er diese Arbeit erweitern und hat für sein Projekt Matteo Gonet beauftragt. Der Glasmacher hat bereits einige Prototypen für den Künstler aus Paris gefertigt und Parreno wird nun zum ersten Mal in die Manufaktur kommen, um das Projekt zu besprechen.

Unser Kamerateam hat den Glasmacher in seiner Manufaktur in Münchenstein in der Nähe von Basel getroffen.

Publiziert in Kategorie: TV-Magazine

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