Zugriffe: 7610

Ein Filmbeitrag für das Fernsehmagazin euromaxx

Einen Goldschmied beim Arbeiten zu filmen klingt einfacher, als es ist. Die Objekte sind klein, die Gesten filigran, das Licht in der Werkstatt komplex. Für diesen euromaxx-Beitrag der Deutschen Welle habt Basiliscus Film das Exposé entwickelt und die Dramaturgie so angelegt, dass Otto Jakobs Arbeit nicht nur erklärt, sondern wirklich sichtbar wird: vom ersten Entwurf über die Naturstudien im Garten bis zu den fertigen Schmuckstücken, die wie Skulpturen wirken. Gedreht haben wir in seiner Karlsruher Jugendstilvilla – mit dem Auge für Details, das diese Art von Handwerksporträt verlangt.

Der Beitrag entstand unmittelbar vor Jakobs Auftritt auf der TEFAF in Maastricht, dem renommiertesten Kunstmarkt Europas – ein Timing, das dem Film eine natürliche Aktualität gibt und die internationale Bedeutung des Künstlers unterstreicht. Von der Recherche über Regie und Off-Text bis zur Postproduktion in Berlin: alles aus einer Hand, sendefertig abgeliefert.

Wer ist Otto Jakob?

Otto Jakob ist nicht nur Goldschmied, er ist vielmehr ein Schmuckkünstler. Mit siebzehn Jahren beginnt er autodidaktisch Schmuck zu machen. Seine Motivation: Die Meisterwerke der Etrusker, Hellenen und Kelten. Sie ziehen ihn in den Bann und sind der Auslöser für den Beginn seiner Arbeit. Er studiert selbständig und voller Faszination die Handwerksbeschreibungen von Plinius und Cellini, Bildhauer und Goldschmiede der Antike und lernt deren komplexe Techniken. Von 1977 bis 1980 studiert Otto Jakob Malerei bei Georg Baselitz in Karlsruhe.

Seit 1980 widmet sich der 64-Jährige ausschließlich der Goldschmiedekunst. Inzwischen interessieren sich Sammler weltweit für seine Kunstwerke. Er macht Ausstellungen bei Daniel Blau in München und Colnaghi und Hancocks in London. Ab dem 11. März 2016 stellt der Juwelenschmied seine aktuellen Kreationen auf der TEFAF in Maastricht aus. Doch vorher besucht ihn unser Kamerateam für das Lifestyle-Magazin euromaxx.