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title: "TV Fernsehreportage – Revival der Berliner City West"
description: "West-Berlin verändert sich und erlebt eine Renaissance. Wir haben mit Akteuren gesprochen und daraus einen Film für die Deutsche Welle produziert."
url: "https://basiliscus.net/referenzen/tv-magazin/stadtportait-film-city-west-berlin"
date: "2026-05-19T11:35:46+00:00"
language: "de-DE"
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Das neue, alte West-Berlin

#  TV Fernsehreportage – Revival der Berliner City West

Jahrzehntelang war West-Berlin die glamouröse Seite der Stadt hinter dem eisernen Vorhang. Mit dem Mauerfall änderte sich das schlagartig: Die Berlinale zog vom Premierenkino Zoo Palast an den Potsdamer Platz, der Kurfürstendamm verlor seinen Glanz, und die Berliner Schickeria folgte den Künstlern und Kreativen in den Osten – nach Mitte, in den Prenzlauer Berg, nach Friedrichshain. Charlottenburg und Wilmersdorf, einst die Aushängeschilder der Stadt, gerieten in eine Art Dornröschenschlaf.

Erst seit kurzem erwacht die City West wieder. Investoren entdecken den Westen neu, Designerläden, Galerien und Restaurants ziehen zurück an den Ku’damm. Den fulminanten Auftakt lieferten der runderneuerte Zoo Palast und das Waldorf Astoria, das 2013 am Breitscheidplatz eröffnete. Im Februar 2014 kommt das »25h Hotel« hinzu, im April folgt das »Bikini-Haus«. Für die Deutsche Welle und das Magazin *euromaxx* hat unser Filmteam an einem einzigen Drehtag drei dieser Orte porträtiert – und vier Stimmen eingefangen, die den Aufbruch erklären.

## Drei Orte, vier Stimmen, ein Drehtag

Der Drehplan für unser [Kamerateam](https://basiliscus.net/index.php?Itemid=822&lang=de "Kamerateam in Berlin buchen") liest sich wie eine Choreografie quer durch die City West: 8 Uhr »25h Hotel«, 11 Uhr »Bikini-Haus«, 12:30 Waldorf Astoria, 14:30 Swisshôtel, 16 Uhr Zoo Palast. Dazwischen Beautyshots, Außenaufnahmen, ein Schwenk vom Hotel hinüber zum Bikini-Haus, Themenbilder von Prenzlauer Berg bis Hackescher Markt für den Kontrast, dazu historisches Archivmaterial vom Ku’damm vor der Wende.

[Kameramann Uwe Schwarze](https://basiliscus.net/index.php?option=com_content&view=article&id=143:kameramann-uwe-schwarze&catid=19:team&lang=de-DE&Itemid=781 "Kameramann Berlin – Uwe Schwarze | EB-Team & Drohnenpilot") fängt die Atmosphäre jedes Ortes ein, bevor die Gespräche beginnen: das raue Beton-Ambiente der »Urban«-Zimmer, das warme Holz der »Jungle«-Suiten mit Blick auf den Tiergarten, die noch leeren 17.000 Quadratmeter des Bikini-Hauses, das Foyer des Zoo Palasts mit dem unverwechselbaren Charme der 1950er.

## »25h Hotel« – Carte blanche und Urban Jungle

[Werner Aisslinger](https://aisslinger.de/ "Studio Werner Aisslinger") empfängt unser Team als ersten Interviewpartner. Der Berliner Designer hat das Innenleben des Hotels mitgestaltet, und er bringt eine Geschichte mit, die der fertige Beitrag später in zwei Sätzen verdichten wird. Im Rohinterview trägt sie viel weiter: Aisslinger spricht von der »Carte blanche«, die er bekommen habe, vom »Quantensprung«, den die Branche erwartet habe, und von der Idee eines *Urban Jungle*, der nicht nur die Lage zwischen Breitscheidplatz und Zoo meint, sondern Berlin als Ganzes – als Subkultur, als Szene, als Großstadtdschungel im klassischen Sinn. Und er sagt einen Satz über die Westbezirke, der im Schnitt herausfällt und sich doch durch den ganzen Tag zieht: dass es hier, anders als in Mitte, eine »gewachsene Struktur« gebe.

> »Es gibt ein Revival des Westens. Es gibt einige neue Bau- und Kulturprojekte, wo man das Gefühl hat, es ist schön, da mitzuwirken.« **– Werner Aisslinger, Designer**

## »Bikini Berlin« – die kuratierte Mall

Im Bikini-Haus wird das Konzept der Concept Mall greifbar. Geschäftsführer Kai-Uwe Ludwig erklärt vor der Kamera, warum die Wahl auf diesen Standort gefallen ist – und warum man sich gegen Berlins über fünfzig konventionelle Einkaufszentren absetzen will: 20 Pop-up-Boxen für junge Designer, die sich am Kunden ausprobieren können, dazu eine etagenweise kuratierte Mischung aus Etabliertem und Avantgarde. Eine Etage Design, eine Etage Mainstream, eine Etage Avantgarde. Der historische 50er-Jahre-Bau mit Blick auf den Zoo liefert die passende Kulisse für ein Konzept, das auf »Etabliertes und Neues verbinden« setzt.

## Stadtplaner-Diagnose und Kinoglanz

Stadtplaner Dirk Spender vom Regional Management City West liefert beim Interview im Swisshôtel die Makro-Erzählung: Die Stadt entwickle sich, sagt er, in Wellenbewegungen. Was nach dem Mauerfall in den Osten gezogen sei, schlage jetzt zurück. Er nennt Zahlen, die im Beitrag nicht gezeigt werden müssen, weil das Bild sie ersetzt: zweistellige Zuwächse bei den Übernachtungen, siebzehn laufende Projekte allein in seinem Zuständigkeitsbereich.

Im Zoo Palast schließlich erinnert sich Theaterleiter Sascha Rybnicki daran, wie nah das Haus daran war, einem Kaufhaus zu weichen – und wie aus drei Jahren Umbau ein Kino wurde, das den 50er-Jahre-Glanz zurückbringen will, ohne ihn zu konservieren. LED-Beleuchtung trifft Rippendecke; Premieren kehren zurück, ebenso die Berlinale-Erinnerung.

> »Hier zeigt sich Berlin im besten Sinne weltstädtisch – nicht ein Zentrum, das aus dem Nichts entstanden ist, sondern eines, das natürlich gewachsen ist.« **– Sascha Rybnicki, Theaterleiter Zoo Palast**

## Aus neun Stunden werden 5:34 Minuten

In der [Postproduktion](https://basiliscus.net/index.php?option=com_content&view=article&id=161:avid-postproduktion-schnittplatz-berlin&catid=22:profil-videoproduktion-berlin&lang=de-DE&Itemid=579 "Postproduktion und Sounddesign in Berlin") beginnt das eigentliche Erzählen. Aus dem Material eines vollen Drehtags werden 5:34 Sendeminuten. Was bleibt, sind die zwei, drei Sätze pro Interview, die das Argument tragen: Aisslingers Bekenntnis zum »Revival Westberlins«, Ludwigs Pop-up-Konzept, Spenders Diagnose der Vielfalt, Rybnickis Hoffnung auf den alten Glanz. Den Rest übernehmen Bild und Sprechertext. Eine Magazinreportage ist immer auch ein Akt der Auswahl – und genau hier zeigt sich die Erfahrung des Teams: zu wissen, welche zwei Sätze von zwanzig Minuten Rohinterview den Beitrag tragen.

## Schlussbild: »Monkey-Bar«

Der letzte Punkt im Drehplan ist die Bar im zehnten Stock des »25h Hotels«, mit Blick über Tiergarten und Zoo. Sie liefert das Schlussbild – und zugleich die Pointe: ein Ort, an dem die Vielfalt der City West, von der den ganzen Tag die Rede war, in einer einzigen Aufnahme sichtbar wird.

####  Kunde

Deutsche Welle TV | euromaxx

####  thema

Neugestaltung der Berliner City West

####  Website

####  Zeitraum

Januar – Februar 2014

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####  Unsere Dienstleistung

- Recherche, Organisation und Planung der Filmproduktion
- Dreharbeiten mit eigenem Equipment (Sony Z7, Nikon D800)
- Regie und Interviews
- Postproduktion und Colorgrading mit AVID Symphony am MacPro
- Recherche und Musikauswahl
- Fotobearbeitung und Grafikanimationen mit After Effects
- Erstellung der Texte für den Offsprecher
- Transcodierung für HD-Verwertung

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 [ Projekt anfragen ](https://basiliscus.net/index.php?option=com_content&view=article&id=141&catid=10&lang=de-DE "Projekt anfragen")

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 [![](https://basiliscus.net/templates/yootheme/cache/88/Deutsche_Welle_Logo-88e7bb18.png)](https://www.dw.com/de/)

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