Warum ein guter Eventfilm nicht die ganze Veranstaltung zeigt
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Als das Zukunftszentrum Brandenburg nach sechs Jahren Bilanz zog, waren wir mit dabei um einen Eventfilm zu drehen, mitten unter den rund 80 Gästen im Brandenburg Museum in Potsdam. Ein Tag voller Rückblicke, Workshops und Gespräche. Über den Weg zum fertigen Film mussten wir uns mit der Kundin allerdings erst einig werden.
Der erste Wunsch: die ganze Veranstaltung aufzeichnen
Rund 80 Gäste, ein voller Tag: Vorträge, Workshops, viel Austausch am Buffet. Der Anlass war die Bilanzveranstaltung »Veränderung begleiten, Wege bereiten«. Der Wunsch der Kundin war naheliegend – alles mitschneiden, damit nichts verloren geht.
Wir haben abgeraten. Nicht, weil es technisch nicht ginge. Sondern weil »alles aufzeichnen« und »die Stimmung einfangen« zwei verschiedene Aufgaben sind, die man nicht mit einem Team gleichzeitig erledigt.
Aufzeichnen und Einfangen sind zwei Jobs
Wer eine Veranstaltung vollständig aufzeichnen will, stellt eine Kamera fest auf, die dauerhaft auf die Bühne gerichtet ist. Durchlaufend, kein Vortrag verpasst. Das ist die eine Aufgabe, und sie bindet ein Team an einen Standpunkt.
Wer die Stimmung eines Tages einfängt, muss beweglich sein: durch die Reihen gehen, Gesichter suchen, den Moment am Rand, die Konzentration im Workshop, das Gespräch in der Pause. Das ist die andere Aufgabe und sie verlangt genau das Gegenteil: Bewegung statt fester Standpunkt.
Beides zusammen – lückenlose Aufzeichnung und lebendige Impressionen – geht nur mit zwei Teams: Eines fest stationiert am Ende des Raumes und eines beweglich im Saal. Das verdoppelt Aufwand und Kosten. Und am Ende hätten wir einen stundenlangen Bühnenmitschnitt, den kaum jemand ganz anschaut.
Was wir stattdessen vorgeschlagen haben
Statt alles aufzuzeichnen, haben wir kuratiert. Ein Eventfilm, der die tragenden Momente des Tages verdichtet. Dazu drei kurze Statementfilme mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern, die die Beratung selbst in Anspruch genommen haben.
Das Ergebnis erzählt mehr über sechs Jahre Arbeit als jede vollständige Aufzeichnung.
Die Arbeit beginnt vor dem Dreh
Was viele nicht sehen: Bevor am Veranstaltungstag ein Kamerateam zu drehen beginnt, sitzen wir erst einmal im Kick-off-Workshop. Dort entsteht das Konzept.
Kick-off-Workshop: Welche Momente tragen die Geschichte?
Wir klären die Fragen, die über den Film entscheiden: Welche Workshops heben wir filmisch hervor? Von wem bekommen wir O-Töne, und wann? Wie und wo gestalten wir die Interviews? Wie fangen wir Stimmung ein, ohne dass sich jemand beobachtet fühlt? Ohne diese Vorbereitung entsteht am Drehtag nur Material. Mit ihr eine Geschichte.
Am Drehtag: beobachten statt inszenieren
Von der Ankunft am Vormittag bis zum Abbau am Abend galt eine einfache Regel: sich selbst zurücknehmen, gut beobachten, zuhören. Die beste Regieanweisung bei so einem Dreh ist oft, keine zu geben. Menschen, die sich nicht vorgeführt fühlen, öffnen sich – und genau diese Momente tragen den Film.
O-Töne ohne Skript
Am Ende standen Gesprächspartnerinnen und -partner, die mit spürbarer Überzeugung von ihrer Zusammenarbeit mit dem Zukunftszentrum erzählten. Kein Skript, keine auswendig gelernten Sätze. Menschen, die von ihren Erfahrungen berichten und wie sich Betriebe verändern können, wenn jemand von außen mit hinschaut. Solche O-Töne kann man nicht inszenieren. Man kann nur die Situation schaffen, in der sie entstehen und dann zuhören.
Was einen Eventfilm ausmacht
Für uns bedeutet ein Eventfilm immer drei Dinge:
- Eine Konzeption, die vor dem Dreh beginnt und nicht erst am Drehtag.
- Ein Team, das am Veranstaltungstag mitdenkt, statt nur mitzulaufen.
- Ein Schnitt, der aus Stunden Rohmaterial die Geschichten herausschält, die erzählt werden wollten.
FAQ: Eventfilme von Messen und internationalen Kongressen
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Unsere Dienstleistung
- Planung und Produktion der Filmproduktion in Potsdam
- Dreharbeiten mit eigenem Ton- und Kamera-Equipment (Sony FX6, FX30)
- Drehbuch und Regie
- Postproduktion und Colorgrading mit DaVinci Resolve am Mac Studio
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