Filmporträt für Social Media – Nana Petzet und der HAP Grieshaber-Preis
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Full-Service-Filmproduktion für VG Bild-Kunst und Deutschen Künstlerbund
Der HAP Grieshaber-Preis ist in der deutschen Kunstwelt hoch angesehen – und dennoch kaum bekannt. Als er 2023 zum 25. Mal verliehen wurde, wollten die Stifter das ändern. VG Bild-Kunst, Stiftung Kunstfonds und Deutscher Künstlerbund beauftragten Basiliscus Film mit einem fünfminütigen Social-Media-Video, der gleich zwei Aufgaben erfüllen sollte: den Preis vorstellen und seine 25. Preisträgerin porträtieren – die Hamburger Installations- und Performancekünstlerin Nana Petzet.
Der Film sollte neugierig machen, einladen und informieren – und gleichzeitig unterhaltsam bleiben. Kein leichter Spagat. Unsere Lösung: kein klassisches Doppelporträt, das erst die Künstlerin und dann den Preis abhandelt, sondern eine dramaturgisch verwobene Erzählung, in der sich die O-Töne von Nana Petzet, Wissenschaftler Timo Zeimet und den Vertreter:innen der Kulturinstitutionen organisch ergänzen.
Nana Petzet – Kunst als Forschung
Nana Petzet arbeitet, wie eine Wissenschaftlerin denkt: methodisch, neugierig, an der Grenze zwischen Kunst und Ökologie. In ihren Installationen setzt sie sich mit Lichtverschmutzung, Artenvielfalt und menschengemachtem Umwelteinfluss auseinander – und arbeitet dabei eng mit Wissenschaftler:innen zusammen.
Für die Ausstellung im Januar 2024 in den Räumlichkeiten des Deutschen Künstlerbundes in Berlin entwickelte sie die Installation »Blendung«: Kugelleuchten simulieren einen Mondzyklus und dienen gleichzeitig als Insektenfallen. Zusammen mit dem Hamburger Entomologen Timo Zeimet wertet sie aus, welche Insekten künstliche Lichtquellen anziehen – und welche nicht. Die Ergebnisse wurden erstmals in dieser Ausstellung gezeigt, die eigens für die Räume des Deutschen Künstlerbundes entwickelt wurde.
Für unser Kamerateam war das eine seltene Gelegenheit: Wir filmten nicht nur eine Künstlerin bei der Arbeit, sondern einen laufenden Forschungsprozess. Das verlangt eine andere Kamerasprache – beobachtend statt inszenierend, nah ohne zu stören.
Unsere Produktion – Drei Städte, fünf Interviewpartner, eine Woche
Dieser Kurzfilm war eine klassische Mehrort-Produktion mit straffer Zeitplanung. Die Postproduktion startete in Woche 49 – der Film musste rechtzeitig vor der Ausstellungseröffnung im Januar 2024 fertig sein.
Hamburg – Atelier und Hafenbiotop: Im Atelier von Nana Petzet in Hamburg drehten wir die Ateliergespräche, die Präsentation der Installation „Blendung" und den Dialog zwischen der Künstlerin und Wissenschaftler Timo Zeimet. Zusätzlich begleiteten wir Nana Petzet zum Peutegrund – einem Hamburger Hafenbiotop, das sie inspiriert und an dem sie vor Jahren ein eigenes Kunstprojekt realisiert hatte. Diese Aufnahmen lieferten den atmosphärischen Gegenpol zum Ateliermaterial.
Bonn – VG Bild-Kunst: In Bonn führten wir drei Interviews in den Räumlichkeiten der VG Bild-Kunst. Dr. Urban Pappi, Geschäftsführender Vorstand der VG Bild-Kunst, sprach über Bedeutung und Finanzierung des Preises. Dr. Anke Schierholz, Leiterin der Rechtsabteilung, erläuterte, wer HAP Grieshaber war und warum der Preis seinen Namen trägt. Dr. Karin Lingl, Geschäftsführerin der Stiftung Kunstfonds, erklärte die Auswahlkriterien der Jury. Der Film beantwortet dabei auch die naheliegende Frage, die viele stellen, aber selten laut: Wofür steht das »HAP« in Grieshaber eigentlich?
Dramaturgie: Warum wir keinen Erklärfilm gemacht haben
Die entscheidende konzeptionelle Entscheidung war, die fünf Interviewpartner nicht nacheinander zu präsentieren, sondern ihre Aussagen dramaturgisch zu verschränken. Nana Petzet führt als Hauptprotagonistin durch den Film. Ihre Gedanken über Kunst, Wissenschaft und Inspiration werden durch die Perspektiven der Institutionenvertreter:innen gerahmt und durch Timo Zeimets Einschätzung zur Kunst-Wissenschaft-Kooperation vertieft.
Über die Interviews legen wir Footage aus dem Atelier, dem Hafenbiotop und Archivmaterial älterer Installationen – so entsteht ein Film, der informiert, ohne zu belehren, und der visuell so dicht ist wie Nana Petzets eigene Arbeit.
Was in der Postproduktion entstand
Nach dem Dreh übernahm unser Schnittplatz in Berlin: Sichtung, Feinschnitt auf dem AVID Symphony am MacPro, Colorgrading, 2D-Grafikanimationen in After Effects für Bauchbinden und Texttafeln, Musikrecherche und Ton-Finishing. Das Ergebnis wurde in HD-Qualität für YouTube, Social Media und die Einbindung in die Websites der beteiligten Institutionen ausgeliefert.
FAQs – Filmarbeiten für Kulturinstitutionen
Kunde
thema
Website
Zeitraum
Unsere Dienstleistung
- Recherche, Organisation und Planung der Filmproduktion in Hamburg und Bonn
- Dreharbeiten mit eigenem Kamera-, Ton- und Licht-Equipment (Sony FX6, FX30)
- Drehbuch und Regie
- Postproduktion und Colorgrading mit AVID Symphony am MacPro
- 2D Grafikanimationen in After Effects
- Musikrecherche und -auswahl
- Transcodierung für HD-Verwertung
Das sagt die Kundin über unsere Zusammenarbeit:
Wir sind äußerst zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Stephanie Drescher und Uwe Schwarze. Unsere Ideen und Vorstellungen wurden in konstruktiven Vorgesprächen aufgenommen und anschließend hervorragend umgesetzt. Die Ergebnisse, wie etwa die Künstlerportraits für unsere Social-Media-Kanäle, haben unsere Erwartungen sogar übertroffen
