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Postproduktion – Barrierefreie Videos

Untertitel für Videos: Pflicht, Kosten und wie es günstig bleibt

Untertitel für Videos Barrierefreiheit und Kosten

Untertitel für Videos: Pflicht, Kosten und wie es günstig bleibt

05. August 2026

Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) brauchen viele öffentlich zugängliche Videos barrierefreie Untertitel – betroffen sind vor allem Videos, die als Teil eines Verbraucher-Angebots auf einer Website laufen. Als Berliner Filmproduktion setzen wir diese Untertitel für neue Filme ebenso um wie für bestehende Videos, die nachgerüstet werden müssen. Wir unterscheiden dabei zwei Arten: schlichte, gesetzeskonforme Untertitel und gestaltete Untertitel fürs Social-Video. Was das BFSG konkret verlangt, wann Untertitel Pflicht sind und was sie kosten, lest ihr in diesem Beitrag.

Wann Untertitel Pflicht sind – und wann nicht

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Für Videos heißt das vor allem: Untertitel. Aber das Gesetz meint nicht pauschal jedes Video.

Grob gesagt: Läuft euer Video öffentlich auf einer Website, die sich an Verbraucher:innen richtet – ein Recruiting-Film, ein Imagevideo –, ist es wahrscheinlich betroffen. Ein internes Erklärvideo im Intranet dagegen in der Regel nicht. Für Kleinstunternehmen gibt es im Dienstleistungsbereich eine Ausnahme, und Videos, die vor dem Stichtag online gingen, genießen teilweise Bestandsschutz. Ob euer konkretes Video darunterfällt, hängt vom Einzelfall ab – im Zweifel klärt das kurz eure Rechtsabteilung.

Ehrlich gesagt ist die Rechtslage aber nur der Anlass für diesen Beitrag. Der wichtigere Grund für Untertitel ist banaler: Die meisten Menschen schauen Videos stumm. Im Feed, im Großraumbüro, in der Bahn. Ohne Untertitel läuft euer Film – aber keiner versteht ihn.

Zwei Arten Untertitel: schlicht und gestaltet

Wenn Kund:innen »Untertitel« sagen, meinen sie oft zwei ganz verschiedene Dinge.

Das eine sind schlichte, saubere Untertitel: gut lesbar, richtig getimt, mit genug Kontrast. Die Sorte, um die es beim Gesetz geht. Sie sollen dafür sorgen, dass man das Video auch ohne Ton versteht. Klare Regeln, wenig Schnörkel – und deshalb schnell gemacht.

Das andere sind gestaltete Untertitel fürs Social-Video: animiert, Wort für Wort, in eurer Optik. Die sieht man in jedem zweiten Reel. Ihr Zweck ist nicht Barrierefreiheit, sondern Aufmerksamkeit – sie halten Leute im stummen Scrollen fest. Das ist mehr Handwerk, weil hier gestaltet und animiert wird.

Beides ist sinnvoll. Man sollte nur wissen, was man will – und nicht für Animation zahlen, wo schlichte Lesbarkeit reicht.

 

Untertitel können sehr unterschiedlich gestaltet werden.
Untertitel können sehr unterschiedlich gestaltet werden.
Untertitel animieren lassen
Da sind uns und Ihnen keine Grenzen gesetzt.
Untertitel in den Farben ihrer Firma
Zum Beispiel in den Farben ihrer Firma…
animierte Untertitel für Social-Media
…und wild animiert für Social-Media

Das Transkript – der stille Helfer

Ein Transkript ist der ganze gesprochene Text zum Mitlesen, als Datei oder unter dem Video. Es hilft nicht nur Menschen, die nicht hören – es hilft auch Google. Suchmaschinen können den Text lesen, den sie im Video nicht hören. Heißt: Euer Video wird besser gefunden. Ein Transkript ist günstiger als Untertitel und lohnt sich fast immer als Ergänzung.

Wie wir Untertitel produzieren

Den ersten Wurf macht bei uns die KI im Schnittprogramm. Die zerlegt den gesprochenen Text grob in Untertitel – das ist die Fleißarbeit.

Den Rest machen wir von Hand, an unserem Schnittplatz in Berlin: Namen, Fachbegriffe und Zahlen richtigstellen, das Timing genau ans Bild anpassen, auf Lesbarkeit und Kontrast achten. Gerade bei Fachvokabular, Eigennamen oder Zahlen liegt die Maschine oft daneben – und genau da entscheidet sich, ob Untertitel professionell wirken oder peinlich. Die KI liefert den Entwurf, wir liefern die Qualität. So geht es schnell und stimmt am Ende trotzdem.

Was barrierefreie Untertitel kosten

Einen Preis, der für alles gilt, gibt es nicht – dafür sind die Varianten zu unterschiedlich. Aber die Logik ist einfach.

Schlichte, gesetzeskonforme Untertitel sind die günstigste Variante, weil die KI viel Vorarbeit abnimmt – Richtwert ab etwa 15 € pro Videominute. Gestaltete Social-Untertitel liegen darüber, weil Animation Zeit kostet. Transkripte sind günstiger als Untertitel. Und: Nachträglich ist immer teurer als gleich. Ein fertiges Projekt noch mal aufzumachen, einzuladen, zu prüfen und neu auszuspielen kostet extra Zeit – die spart ihr euch, wenn Untertitel von Anfang an eingeplant sind.

Deshalb unser Rat: Untertitel gehören an den Anfang einer Produktion, nicht ans Ende. Das ist günstiger, sieht besser aus – und ihr habt das Thema vom Tisch, bevor es euch von außen gestellt wird.

FAQ: Untertitel für barrierefreie Videos

Müssen Unternehmensvideos seit dem BFSG Untertitel haben?
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Betroffen sind vor allem Videos, die als Teil eines Verbraucher-Angebots öffentlich laufen – etwa ein Recruiting- oder Produktvideo auf einer betroffenen Unternehmenswebsite. Interne Videos im Intranet fallen in der Regel nicht darunter. Ob euer konkretes Video betroffen ist, hängt vom Einzelfall ab; im Zweifel klärt das eine juristische Prüfung.
Was kosten barrierefreie Untertitel pro Minute?
Einen festen Preis für alles gibt es nicht, weil sich schlichte und gestaltete Untertitel stark unterscheiden. Schlichte, gesetzeskonforme Untertitel sind die günstigste Variante, weil ein KI-Entwurf viel Vorarbeit abnimmt; als Richtwert rechnen wir ab etwa 15 Euro pro Videominute. Gestaltete Social-Untertitel liegen darüber, weil Animation zusätzlichen Aufwand bedeutet. Den genauen Preis kalkulieren wir pro Projekt.
Was ist der Unterschied zwischen barrierefreien und gestalteten Untertiteln?
Barrierefreie Untertitel sind schlicht und folgen klaren Regeln: gut lesbar, ausreichend Kontrast, korrektes Timing. Sie sollen dafür sorgen, dass man ein Video auch ohne Ton versteht. Gestaltete Untertitel fürs Social-Video sind animiert und in der Marken-Optik gehalten; ihr Zweck ist Aufmerksamkeit im Feed, nicht Barrierefreiheit. Beides ist sinnvoll – für unterschiedliche Ziele.
Kann man Untertitel nachträglich hinzufügen?
Ja, aber es ist der teurere Weg. Ein bereits abgenommenes Projekt muss dafür noch einmal geöffnet, eingeladen, im Timing geprüft und neu ausgespielt werden. Dieser Zusatzaufwand entfällt, wenn Untertitel schon beim Schnitt mitgedacht werden. Wer heute produziert, plant sie deshalb besser gleich mit ein.
Braucht mein Video auch ein Transkript?
Ein Transkript ist der komplette gesprochene Text zum Mitlesen. Es hilft Menschen, die nicht hören, und es hilft der Auffindbarkeit: Suchmaschinen können den Text lesen, den sie im Video nicht hören. Ein Transkript ist günstiger als Untertitel und lohnt sich fast immer als Ergänzung.
Wie schnell sind Untertitel fertig?
Das hängt von Länge und Sprache ab. Weil der erste Entwurf aus dem Schnittprogramm kommt und wir nur noch prüfen und feinjustieren, geht es in der Regel zügig. Für den genauen Zeitrahmen schauen wir uns euer Material an – schildert uns die Ausgangslage, dann nennen wir einen Termin.
Übernimmt die Untertitel eine KI?
Den ersten Entwurf ja. Die KI-Funktion moderner Schnittsoftware zerlegt den gesprochenen Text grob in Untertitel – das ist die Fleißarbeit. Was sie nicht zuverlässig kann, prüfen wir von Hand: Eigennamen, Fachbegriffe, Zahlen und das exakte Timing. So bleibt es schnell und ist am Ende trotzdem korrekt. Die KI liefert den Entwurf, wir die Qualität.
Ihr wollt wissen, was Untertitel für euer Material kosten? Schildert uns die Ausgangslage – wir sagen euch ehrlich, was geht.

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