Skip to main content
Case Study · Imagefilm · Architektur & Baugewerbe

Imagefilm für das FAB-Haus: Passivhaus aus Polen für den australischen Markt

Wer ein Haus kauft, das auf einem anderen Kontinent gefertigt und per Container geliefert wird, braucht vor allem eines: Vertrauen. Die deutsch-australische Architektin Julia Thomas wusste das – und beauftragte uns, dieses Vertrauen filmisch herzustellen. Nicht mit Hochglanzbildern eines fertigen Hauses, das zum Zeitpunkt des Drehs noch nicht existierte. Sondern mit dem, was tatsächlich da war: einem Fertigungsbetrieb im polnischen Kwilcz, handwerklichem Können und einer Architektin, die genau weiß, was sie will.

Das Projekt: Ein Baukonzept zwischen drei Kontinenten

Das FAB-Haus – kurz für fabulous – ist ein modulares Passivhaus-Fertigbaukonzept: ökologisch, energieeffizient, allergikerfreundlich, in drei Größen erhältlich und jederzeit erweiterbar. Da in Australien weder die handwerkliche Expertise noch wirtschaftlich tragfähige Produktionskapazitäten für diesen Typ von Fertighaus vorhanden sind, setzt Julia Thomas auf einen polnischen Hersteller mit langjähriger Erfahrung im Holzfertigbau. Die Häuser werden vollständig produziert, in Überseecontainer verladen, nach Australien verschifft und am Zielort innerhalb von zwei Tagen aufgebaut. Vom Kaufentscheid bis zur Schlüsselübergabe: zwei bis sechs Monate.

Die filmische Aufgabe: Prozess statt Produkt

Einen Imagefilm über ein Produkt zu drehen, das noch nicht fertig ist, stellt andere Anforderungen als ein klassisches Unternehmensportrait. Es gibt kein Haus zu zeigen, keine Baustelle, keine Bewohner. Was es gibt, ist ein erster Besuch der Architektin in der Produktionsstätte – Verhandlungsgespräche, Fertigungsbesichtigungen, die ersten Weichenstellungen einer Zusammenarbeit. Genau diesen Moment haben wir dokumentiert.

Luftaufnahmen vom Werksgelände ergänzten die Hallenaufnahmen und gaben dem Betrieb die räumliche Dimension, die seine Leistungsfähigkeit sichtbar macht. Das Ergebnis ist ein Film, der nicht behauptet, sondern zeigt – und der die Entscheidung von Julia Thomas, hier produzieren zu lassen, nachvollziehbar macht.

Den Blick hinter die Kulissen dieser Produktion – wie wir uns auf den Dreh vorbereitet haben und was uns dabei geleitet hat – beschreiben wir in unserem Blog-Beitrag zu diesem Projekt.

Imagefilme für das Bauwesen: ein Schwerpunkt unserer Arbeit

Das FAB-Haus-Projekt steht nicht allein. Bauunternehmen, Forschungsprojekte und Architektur gehören zu den Themenbereichen, in denen wir als Berliner Filmproduktion besondere Erfahrung haben. Komplexe Prozesse, technische Zusammenhänge, Projekte im Entstehen – das sind Stoffe, die filmisch anspruchsvoll sind und eine genaue Kenntnis des Themas verlangen.

Weitere Projekte aus diesem Bereich:

FAQ: Nachhaltiges Bauen filmisch kommunizieren

Kann man einen Film über ein Bauprojekt drehen, das noch nicht abgeschlossen ist?
Ja – und manchmal ist das sogar der stärkere Ansatz. Ein Prozess im Entstehen ist ehrlicher als ein poliertes Endprodukt. Er zeigt, wie ein Unternehmen arbeitet, wie Entscheidungen getroffen werden und worauf es den Beteiligten wirklich ankommt. Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung: Man muss das Thema verstehen, bevor man dreht, damit man weiß, welche Momente die entscheidenden sind. Genau das war der Ausgangspunkt für den FAB-Haus-Film.
Was macht einen Imagefilm für Passivhäuser oder nachhaltige Architektur besonders?
Nachhaltige Architektur hat einen inhärenten Widerspruch zur Filmsprache: Was sie auszeichnet – Energieeffizienz, Materialgüte, bauphysikalische Präzision – ist unsichtbar. Ein guter Imagefilm für dieses Thema macht genau das sichtbar: durch Menschen, die darüber sprechen, durch Details, die Qualität vermitteln, und durch eine Bildsprache, die zum Anspruch des Produkts passt. Kein Hochglanz um des Hochglanzes willen – sondern Klarheit.
Lohnt sich ein Imagefilm für kleinere Architektur- oder Baubüros?
Die Frage ist weniger die Größe des Unternehmens als die Klarheit der Geschichte. Ein kleines Büro mit einer starken Idee und einem überzeugenden Konzept – wie das FAB-Haus – liefert oft besseres Filmmaterial als ein großer Konzern mit vielen Botschaften und wenig Fokus. Was zählt, ist, ob es etwas zu erzählen gibt. Wenn ja, lohnt sich ein Film fast immer. Zur Orientierung: Auf unserer Seite Kosten einer Filmproduktion finden Sie einen ehrlichen Überblick über das, was eine professionelle Produktion realistischerweise kostet.

Kunde

Our FabHaus - Architektin Julia Thomas

thema

Imagefilm Architektur

Website

Zeitraum

März – August 2019

Unsere Dienstleistung

  • Recherche, Organisation und Planung der Filmproduktion in Polen
  • Dreharbeiten mit eigenem Equipment (Sony FS7, Nikon Z6)
  • Flugaufnahmen mit eigenen Drohnen (DJI Phantom 4 Pro)
  • Drehbuch, Regie und Interviews
  • Postproduktion und Colorgrading mit AVID Symphony am MacPro
  • Recherche und Musikauswahl
  • Grafikanimationen mit Photoshop, Illustrator und After Effects
  • Transcodierung für HD-Verwertung

Sind Sie auch interessiert an Imagefilmen zum Thema Wohnungsbau, Bauen und Immobilien? Melden Sie sich und wir beraten Sie in einem kostenlosen Erstgespräch!