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REFERENZ — LITERATURHAUS STUTTGART · FESTIVALFILM 2019

Eventfilm über das Literaturfestival Membrane

Eventfilm Literaturfestival Membrane 2019

Eventfilm über das Literaturfestival Membrane

12. Juni 2019

Eine Membran als Leitbild: Durchlässigkeit zwischen Sprachen, Räumen und Perspektiven

»Eine Membran ist so zart wie unauffällig.« So beschrieben die Veranstalter ihr Bild — die feine, durchlässige Haut zwischen Innen und Außen, zwischen Fremdem und Eigenem, zwischen Afrika und Europa. Vier Tage lang, vom 23. bis 26. Mai 2019, machten das Literaturhaus Stuttgart, das Institut français Stuttgart und die Akademie Schloss Solitude diese Idee zum Programm — gemeinsam mit dem Espace Culturel Gambidi in Ouagadougou, wo ein Teil des Festivals parallel stattfand. Unser Kamerateam durfte das Festival in Stuttgart filmisch begleiten.

Über 30 internationale Gäste, drei Kuratoren, ein Begriff

»Membrane: African Literatures and Ideas« versammelte über 30 internationale Schriftsteller:innen, Performer:innen, Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Medienkünstler:innen aus dem afrikanischen Kontinent und der afroeuropäischen Diaspora. Kuratiert wurde das Festival von einem internationalen Trio:

  • Felwine Sarr, senegalesischer Wirtschaftswissenschaftler und Autor (»Afrotopia«),
  • Yvonne Adhiambo Owuor, kenianische Romanautorin und damals Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin,
  • Nadja Ofuatey-Alazard, Direktorin der Bildungsinitiative EOTO aus Deutschland.

Gefördert wurde das Festival von der Kulturstiftung des Bundes, der Robert Bosch Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg. Auf dem Programm standen Lesungen, Gespräche, Vorträge, ein Filmprogramm, Konzerte und Performances, kulinarische Interventionen sowie zwei begleitende Ausstellungen – »Certainties are Suspended« mit Foto- und Videoarbeiten von Lola Keyezua, Samira Messner, Fabrice Monteiro und Nicolas Premier sowie ein deutsch-kamerunischer Comic-Briefwechsel zwischen Paula Bulling (Berlin) und Japhet Miagotar (Dschang).

Die filmische Aufgabe: Stimmung statt Vollständigkeit

Ein Festival mit dieser Dichte und intellektuellen Tiefe filmisch zu dokumentieren ist eine Frage der Auswahl. Vollständigkeit ist nicht das Ziel — Stimmung und Substanz sind es. An zwei Drehtagen sammelte unser Kamerateam Eindrücke aus den verschiedenen Spielstätten Stuttgarts: Diskussionen, Performances, Lesungen, Begegnungen im Foyer, das Publikum.

»Wir wollten Grenzen durchlässig machen.«

— Nadja Ofuatey-Alazard, Mitkuratorin von »Membrane«, im Interview vor unserer Kamera

Genau diese Durchlässigkeit war auch unsere filmische Maxime: zwischen Bühne und Saal, zwischen Sprache und Sprache, zwischen inhaltlicher Schärfe und atmosphärischer Wärme. Daraus entstand ein stimmungsvoller Eventfilm, der das Festival nach außen tragen konnte — für Förderer, künftige Auflagen und die Öffentlichkeitsarbeit der drei Veranstalter.

Doppelte Verwertung: Festivalfilm und Webdoku TURN

Das Material aus den Drehtagen floss in zwei Produktionen ein. Zum einen entstand der Eventfilm, der den Veranstaltern als Dokumentation und Kommunikationswerkzeug diente. Zum anderen wurden Aufnahmen in die Webdokumentation TURN der Kulturstiftung des Bundes integriert, in der Membrane einen eigenen Abschnitt erhielt.

Aus einem einzigen Drehauftrag entstanden so zwei voneinander unabhängige Filmprodukte mit unterschiedlicher Reichweite und Funktion — ein Prinzip, das wir auch in anderen crossmedialen Videoprojekten bewusst einplanen.

Festivalfilm, Eventfilm, Veranstaltungsdokumentation für Kulturinstitutionen, Stiftungen, Verbände und gemeinnützige Träger: Wir produzieren seit über 20 Jahren Eventfilme, die mehr sein wollen als Aufzeichnungen — diskret, atmosphärisch und mit Verständnis dafür, dass Kultur eigene Rhythmen hat.

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