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Vorbereitung für ein Video-Interview am ZKM Karlsruhe
14 Feb
Vorbereitung für ein Video-Interview am ZKM Karlsruhe | Foto: © Basiliscusfilm

Wohin soll ich eigentlich bei einem Videointerview schauen?

Die Blickrichtung während eines Video-Interviews

Eine weitere Frage, die wir kurz vor einem Interview oft gestellt bekommen: Wohin soll ich eigentlich schauen, wenn ich Ihnen antworte? Und das ist eine sehr berechtigte Frage. Wenn Sie unsicher sind: Vergewissern Sie sich bei Ihrem Gegenüber. Die Journalistin weiß genau, was zu tun ist und wie sie sich das Interview vorstellt.

Das klassische Interview

Wenn Sie ein ganz klassisches Interview geben sollen, schauen Sie immer diejenige an, die die Fragen stellt, rechts oder links an der Kamera vorbei, je nachdem, wo die Journalistin selbst steht. Auch wenn es manchmal schwerfällt, bei all den Menschen, die in der Regel bei einem Interview noch anwesend sind (Kameramann, manchmal auch zwei, Tonmeister, Assistenz und Redaktion): Versuchen Sie die Kamera zu vergessen und stellen Sie sich vor, Sie führen ein ganz normales Gespräch in Ihrem Arbeitsumfeld.

Konzentrieren Sie sich auf die Frage, lassen Sie sich immer einen Moment Zeit, bevor Sie antworten und dann starten Sie stark in Ihre Antwort ein. Halten Sie den Blick konstant auf Ihre Gesprächspartnerin gerichtet. Für einige Menschen ist es irritierend, dass sie an der Kamera vorbeischauen sollen und sie lassen sich von der Kamera immer wieder ablenken oder suchen den Blickkontakt mit dem Kameramann oder der Kamerafrau. Ein abschweifender Blick ist wiederum für die Zuschauenden verwirrend, er vermittelt mangelnde Konzentration und Unsicherheit.

Andere Blickrichtungen - Unterschiede zwischen Interview und Satement

Es gibt aber auch die Variante, dass Sie, statt an der Kamera vorbei zu reden, direkt in die Kamera sprechen. Das ist zum Beispiel bei Live-Interviews so, wenn Sie dafür in ein Fernsehstudio geschaltet werden. Oder Sie geben ein Statement ab, in dem Sie die Zuschauenden, Ihre Zielgruppe direkt ansprechen. Auch hier ist es wichtig, den Blick durchgehend zu halten und zwar in die Kameralinse. Das ist ungewohnt, weil Sie statt eines Gegenübers nur in ein schwarzes Loch schauen. Aber auch hier gilt: Das Abschweifen mit den Augen nach oben oder nach unten, links oder rechts wirkt auf Ihr Publikum unsicher, zerstreut und abgelenkt. Deswegen: Versuchen Sie den Blick zu halten. 

Wie Sie es schaffen, der Souverän vor der Kamera zu werden, Lampenfieber abzubauen und den Blick zu halten, vermitteln wir Ihnen gerne auch in unserem Medientraining Plus.

Weitere Informationen

  • Datum: Donnerstag, 03 Februar 2022
Stephanie Drescher

Stephanie Drescher ist zusammen mit Uwe Schwarze Geschäftsführerin der Berliner Filmproduktion Basiliscus Film. Sie ist das kreative Organisationstalent und arbeitet als Regisseurin, Autorin und Produzentin. Daneben schreibt Sie über Kunst, Kultur und Politik in Ihren Blog Federmonologe.

Webseite: www.federmonologe.de/ E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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